Zahlen & Fakten

Finanzielle Situation von Studierenden

Der Studienerfolg geht in Österreich maßgebend mit der sozialen und finanziellen Situation von Studierenden einher.
Studierende aus wohlhabenden und formal gebildeteren Familien sind an unseren Hochschulen überrepräsentiert und werden systemisch bevorteilt.

65% der Studierenden müssen neben dem Studium arbeiten um überhaupt studieren zu können. Dabei wirkt sich eine Erwerbstätigkeit ab 10 Wochenstunden erheblich auf den Studienerfolg aus und verlängert die Studiendauer. Im Schnitt arbeiten Studierende jedoch 20 Stunden/ Woche.

2018 ließ die Regierung die Gebührenbefreiung für arbeitende Studierende ersatzlos auslaufen. 60.000 Studierende brachen daraufhin ihr Studium ab. Wer arbeiten muss und daher länger braucht, wird seitdem zusätzlich mit Gebühren bestraft. Damit werden genau diejenigen zur Kasse gebeten, die kein wohlhabendes Elternhaus hinter sich haben und Vollzeit studieren können.

Trotzdem will Türkis-Grün die Studienbeitäge erhöhen und zwar zukünftig jährlich. 523€ würden der Beitrag nach der ersten Anpassung betragen. 1048€ für Drittstaatenangehörige.

Die Studienbeihilfen werden übrigens nicht erhöht. Auch sinkt der Kreis der Studierenden die Anspruchsberechtigt sind jedes Jahr, da immer mehr Elterngehälter, welche die Bemessungsgrundlage sind, inflationsbedingt über die Anspruchsgrenze rutschen.

Quellen: 
IHS, OÖ Nachrichten, Regierungsprogramm 2020 - 2025

Der Studierenden müssen mit weniger
als 1000€ auskommen.


Zum Vergleich: Die Armutsgrenze liegt
in Österreich bei 1259€.

Ein Viertel der Studierenden
hat monatlich sogar weniger
als 730€ zur Verfügung.

Dabei geben die Studierenden im Schnitt 36% ihres Gesamtbudgets für Wohnen aus. Doppelt so viel wie der Durchschnitt der Bevölkerung.

33% der Studierenden könnten plötzlich auftretende Ausgaben von 450€ nicht bezahlen.

Über ein Drittel Studierenden gibt an unter akuten finanziellen Schwierigkeiten zu leiden.

Unter den Studierenden, die nicht Deutsch als Muttersprache haben, leiden sogar 50% unter finanziellen Schwierigkeiten.

Dabei gehen 65% der Studierenden einer Erwerbstätigkeit nach um sich ihr Studium überhaupt leisten zu können.

Ab 10 Stunden wirkt sich eine Erwerbstätigkeit allerdings negativ auf das Studium aus.

Arbeiten müssen die Studierenden im Schnitt aber 20 Stunden.

In Summe wenden die Studierenden im Durchschnitt über 40 Stunden für Beruf und Studium auf.

Der Studierenden geben an Schwierigkeiten zu haben, Beruf mit Studium zu vereinen.

64% der Pflichtpraktika in Studiengängen sind unbezahlt.

Bei den freiwilligen Praktika sind es 43 %.

523€ bzw. 1048 € würde der Studienbeitrag nach der ersten Anpassung betragen.